Basiswissen Kugelstrahlen

Schritt für Schritt richtig Kugelstrahlen

Bevor ein Industrieboden saniert oder beschichtet wird, muss er zunächst vorbereitet werden. Die wichtigste Bearbeitungsart ist das Kugelstrahlen.

Untergrundvorbereitung durch Kugelstrahlen

1. Die Anwendung

Kugelstrahlanlagen werden zum Abstrahlen und Reinigen von waagerechten und leicht geneigten Oberflächen aus Beton, Zementestrich, Asphalt, Stahl und ähnlichen im Zuge der Untergrundvorbereitung eingesetzt. Kugelgestrahlte Oberflächen aus Beton oder Asphalt sind absolut sauber, öl- und fettfrei, angeraut und offenporig und damit sicher für den Verbund von nachträglich aufzubringenden Beschichtungen, Estrichen, Belägen, Anstrichen und Markierungen. Risse oder Fehlstellen im Beton werden beim Kugelstrahlen schonungslos freigelegt und sind somit vor der eigentlichen Weiterverarbeitung sichtbar und perfekt zu sanieren. Kugelstrahlen wir auch zur Nachbehandlung von gefrästen Böden oder geschliffenen Betonoberflächen als finale Untergrundvorbereitung angewendet.

2. Das Verfahren

Kugelstrahlanlagen arbeiten ohne nennenswerte Staubentwicklung und können sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen eingesetzt werden. Eine Umweltbelastung findet wegen der internen Abscheidung und Ausfilterung des Staubs nicht statt.

Das Herzstück der Maschine ist das sogenannte Schleuderrad. Dem Mittelpunkt des Rades wird Strahlgranulat (auch Strahlmittel, Stahlschrot oder Stahlkugeln genannt) zugeführt. Das Strahlgranulat wird durch die Zentrifugalkraft des sich schnell drehenden Rades auf die zu bearbeitende Fläche geschleudert. Der auftreffende Stahlschrot prallt von der Fläche ab und wird durch den sogenannten Rückprallkanal dem Strahlmittelkreislauf wieder zugeführt. Beim Aufprall auf der zu bearbeitenden Fläche werden Partikel von der Oberfläche gelöst und mit dem Strahlgranulat abtransportiert. Im Sichter wird das abgestrahlte Material vom Strahlmittel getrennt und gelangt zurück in den Strahlmittelbehälter. Von dort wird es wieder dem Schleuderrad zugeführt und der Kreislauf schließt sich. Das abgestrahlte Material wird abgesaugt und gelangt in den Staubbehälter der Absauganlage.

Unmittelbar nach dem Kugelstrahlen und der Überprüfung der zu erreichenden Haftzugswerte und Rautiefen kann die gestrahlte Oberfläche beschichtet werden.